Ein Familienunternehmen gründen?

Ein Familienunternehmen gründen?

Familienunternehmen sind in der Biotechnologie eher selten zu finden. Haben sich die Zeiten geändert oder gibt es noch andere Gründe, wieso die Führung eines Unternehmens nicht in Familienhand liegen sollte? Eine neue Studie der Concordia University zeigt, dass in traditionsreichen Branchen, in denen es hauptsächlich auf Qualität und Reputation ankommt, die Führung des Unternehmens sehr gut in den Händen eines Familienmitglieds liegen kann. In Branchen, die stark im Wettbewerb stehen und in denen Innovationen eine große Rolle spielen, sucht man sich besser ein Management-Team außerhalb der Familie. Die Erklärung Der Unterschied liegt natürlich im unterschiedlichen Führungsstil und in unterschiedlichen Prioritäten, die Manger aus der Familie und externe Manager setzen. Ein Manager aus der Familie wird immer darauf bedacht sein, die Familienwerte und –interessen zu wahren, während ein externer Manager mehr Wert auf Innovationen legt und einen aggressiveren Führungsstil mitbringt. In Branchen mit hohem Wettbewerb ist beides wichtig, um im Markt zu bestehen und Grenzen zu überwinden. Familienunternehmen abschaffen? Familienunternehmen sind nicht per se schlecht oder nutzlos. Sie funktionieren nur in neueren Branchen mehr. Hier hat man es mit einem sich schnell verändernden Umfeld zu tun, auf das reagiert werden muss. Die Bewahrung von Familientraditionen steht dem entgegen, es sei denn, die Familie entbindet das Management hiervon und dieses agiert frei davon. Auf diese Weise ist das familiengeführte Unternehmen mit seinem Management genauso gut wie externe Manager. Und in der Biotechnologie? In innovativen und schnellen Branchen wie z.B. der Biotechnologie wäre nach dieser Studie also die Gründung eines Familienunternehmens nicht ratsam. Aktuell gibt es einzelne Biotechnologie-Unternehmen, die von einer Familie gegründet wurden und das Management stellen. Da die Branche noch...