Executive Summary: Den Investor ködern

Executive Summary: Den Investor ködern

Die Executive Summary ist wahrscheinlich der bedeutendste Teil des Business Plans. Investoren lesen oft nur die Executive Summary und treffen danach eine erste Vorauswahl, mit welchem Projekt sie sich überhaupt weiter beschäftigen werden. Wer diese Hürde meistert, hat beste Chancen auf ein Investment. Wie gestaltet man eine Executive Summary jedoch so attraktiv, dass der Investor anbeißt? So viel vorweg: Mit einer exakten und detailgetreuen Zusammenfassung des Business Plans wird es nicht funktionieren. Es geht nämlich zunächst gar nicht darum, was man selbst über sein Projekt loswerden möchte, sondern um das Informationsbedürfnis des Investors. Was interessiert ihn am meisten? Was sind seine Fragen? Versetzt man sich in die Situation eines potentiellen Geldgebers, kommen prinzipiell folgende Fragen auf, die die Executive Summary beantworten sollte: Was macht ihr? Wem nützt das? Wie kann man damit Geld verdienen und wie viel? Wer seid ihr? Was braucht ihr? Übersetzt bedeutet das für die Struktur und den Inhalt der Executive Summary: Technologie/Produkt/Dienstleistung Das Herzstück der Gründung – worum handelt es sich, was soll angeboten werden. Es handelt sich hier um eine grobe Beschreibung, die auf jeden Fall die Alleinstellungsmerkmale und den Nutzen beinhalten sollte. Ganz wichtig sind Patente, da sie für den Investor Assets sind. Falls bereits Patente vorliegen, sollte man dies hier kurz erwähnen bzw. ein Wort zur Patentstrategie verlieren. Selbstverständlich sollte beschrieben werden, dass Technologie, Produkt oder Dienstleistung auch funktionieren (Proof of Concept), aber anders als bei wissenschaftlichen Texten ist es hier nicht erforderlich, den Beweis im Detail anzutreten. Detaillierte Zahlen oder die Auflistung von Kontrollexperimenten führen eher dazu, dass der Investor nicht mehr weiter liest. Interessant dagegen sind Zahlen dazu, wie viel...