Biotech-Crowdfunding – Riboxx zeigt wie’s geht

Biotech-Crowdfunding – Riboxx zeigt wie’s geht

Zahlreiche Crowdfunding-Plattformen bieten die Finanzierung innovativer Geschäftsideen oder Projekte durch die Crowd an. Selten sieht man hier Unternehmen aus dem Life Science Bereich. Mit OvulaRing schloss 2014 das erste medizintechnische Unternehmen bei Seedmatch das Crowfunding mit einer Finanzierung über 300.000 € erfolgreich ab. Kurz darauf folgte mit Riboxx das erste Biotech-Unternehmen, das am 12.01.2015 ein Funding über insgesamt 1 Mio. € abschließen konnte. Ist Riboxx Vorbild für andere Biotech-Unternehmen oder die glänzende Ausnahme? Crowdfunding über 100.000 € möglich Wer sich bereits mit Crowdfunding ein wenig auseinander gesetzt hat, wird sich sicherlich wundern, dass Riboxx insgesamt 1 Mio. € durch Crowdfunding einsammeln konnte. Bisher lag die Grenze offiziell bei 100.000 €, erweiterbar auf 200.000 €. Der Grund hierfür ist, dass in Deutschland die sogenannte Prospektpflicht für Crowdfundings von über 100.000 € gilt. wie das auch für den öffentlichen Handel mit Wertpapieren der Fall ist. Um eben nicht prospektpflichtig zu werden, galt bei Crowdfunding-Plattformen wie Seedmatch, Innovestment, Startnext oder Companisto bisher das Limit von 100.000 €, eine Summe, die Crowdfunding für Biotech-Unternehmen vollkommen unattraktiv gemacht hat. Die Crowdfunding-Plattform Seedmatch, über die das erste Biotech-Crowdfunding lief, hat im November 2012 den Beteiligungsvertrag für Crowd-Investoren derart verändert, so dass seitdem Fundings von 1 Mio. € oder mehr möglich sind. Dies ist möglich, da es sich um ein equity-based Crowdfunding handelt, das in Deutschland üblicherweise Crowdinvesting genannt wird, und wodurch partiarische Nachrangdarlehen der Investoren an die Unternehmen vergeben werden. Die Investoren sind damit nicht direkt am Unternehmen beteiligt, sie besitzen also keine Unternehmensanteile, partizipieren aber am Erfolg des Unternehmens. Aktuell besteht für diese Art von Investment keine Prospektpflicht in Deutschland, was sich aber mit...