Nobelpreis für Chemie 2015 geht an drei Biowissenschaftler

Nobelpreis für Chemie 2015 geht an drei Biowissenschaftler

Der Nobelpreis für Chemie 2015 wird an drei Biowissenschaftler für ihre Arbeiten zur Aufklärung von DNA-Reperaturmechanismen verliehen. Dies gab das Nobelpreiskomitee heute in Stockholm bekannt. Die drei Preisträger dürfen sich über insgesamt 8 Millionen Schwedische Kronen (ca. 850.000 €) und -vor allem- über sehr viel Ehre und Ruhm freuen. Die feierliche Preisverleihung durch Schwedens König Carl Gustav XVI. findet traditionell am 10. Dezember, dem Todestag Alfred Nobels, in Stockholm statt. Die Preisträger Bei den Preisträgern handelt es sich um die Biowissenschaftler Tomas Lindahl (Schweden), Paul Modrich (USA) und Aziz Sancar (Türkei/USA). Sie erhalten den Nobelpresi für Chemie 2015 für ihre Beiträge zur Aufklärung der DNA-Reperaturmechanismen. Tomas Lindahl Der Krebsforscher Tomas Lindahl entdeckte, dass DNA nicht absolut stabil ist, sondern sich stetig verändert. Er folgerte daraus, dass es ein molekulares System geben müsse, das diese Schäden repariert. Er öffnete damit ein komplett neues Forschungsfeld und entdeckte viele der Proteine, die für die Reparatur von DNA-Schäden verantwortlich sind. Aziz Sancar Der Genetiker Aziz Sancar erforschte ausgehend von Bakterien UV-Schädigungen der DNA und entdeckte das Enzym Photolyase. Gleichzeitig untersuchte er die Reparatursysteme, die von Licht abhängig bzw. unabhängig sind und entdeckte lichtunabhängigge DNA-Reparaturenzyme. Zusammen mit den Arbeiten von Tomas Lindahl konnte gezeigt werden, dass die Mechanismen der Bakterien auch auf Menschen übertragbar sind. Paul Modrich Der Biochemiker Paul Modrich untersuchte u.a. die Dam-Methylase, das Enzym, das Methyl-Gruppen an die DNA hängt. Er konnte zeigen, dass diese Methylgruppen als Art Signale dienen. Er fand heraus, dass diese Methylierungen als Markierung für DNA-Reparaturenzyme dienen, die fehlerhafte Basenpaarungen korrigieren. Fehler in diesem Reparatursystem können z.B. eine Ursache für die Entstehung von Krebs sein. Eine ausführliche...
Corporate Accelerator: Merck und Bayer unterstützen eHealth-StartUps

Corporate Accelerator: Merck und Bayer unterstützen eHealth-StartUps

Unternehmen lösen mit einem Corporate Accelerator gleich zwei Probleme: StartUps bekommen Kapital und Unterstützung, um ihre Projekte voranzutreiben, die Unternehmen selbst bleiben technologisch am Puls der Zeit. Nachdem Bayer Healthcare mit dem CoLaborator im Juli 2014 als eines der ersten Unternehmen einen Corporate Accelerator im Life Science Bereich eingerichtet hat, hat mit Grants4Apps auch ein eigenes Programm für eHealth-StartUps. Das Pharmaunternehmen Merck hat nun ebenfalls einen eigenen Corporate Accelerator eingerichtet. Auch hier ist eHealth eines der Schwerpunkte unterstützter Unternehmen. eHealth: Was sich hinter dem neuen Trend verbirgt eHealth umfasst ein weites Feld in der Gesundheitswirtschaft. Je nach Definition gehören Robotor, Assisted Living Systeme und Anwendungen aus dem IKT-Bereich dazu. Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) definiert eHealth folgendermaßen: „Unter E-Health fasst man Anwendungen zusammen, die für die Behandlung und Betreuung von Patientinnen und Patienten die Möglichkeiten nutzen, die moderne Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) bieten. E-Health ist ein Oberbegriff für ein breites Spektrum von IKT-gestützten Anwendungen, wie z.B. Anwendungen der Telemedizin, in denen Informationen elektronisch verarbeitet, über sichere Datenverbindungen ausgetauscht und Behandlungs- und Betreuungsprozesse von Patientinnen und Patienten unterstützt werden können.“ Dass eHealth sich zu einem aussichtsreichen Segment entwickelt hat, sieht man nicht zuletzt an der Anzahl verkaufter Wearables -wie Fitnesstracker und SmartWatches- und eHealth-Apps. In Deutschland wurden 2014 3,6 Mio. Wearables verkauft, dies entspricht einem Zuwachs von 614,5% gegenüber 2013. Europaweit prognostiziert PricewaterhouseCoopers ein jährliches Wachstum von 25% für einen Zeitraum von 2015 bis 2018. [eMarketers] Ausgehend von diesen Wachstumsraten ist dieser eHealth-Bereich außerordnetlich attraktiv. eHealth-Apps, die Gesundheit und Wohlbefinden durch eine gesunde Lebensführung verbessern sollen, machen ca. 97% der aktuell verfügbaren Apps aus, therpieunterstützende Apps für Patienten spielen mit 3% dagegen...