Businessplan-Wettbewerbe: Welche gibt es und was bringt die Teilnahme?

Businessplan-Wettbewerbe: Welche gibt es und was bringt die Teilnahme?

Businessplan-Wettbewerbe blicken auf eine kurze, aber erfolgreiche Geschichte zurück. Entstanden sind Businessplan-Wettbewerbe aus einer in den 1980er Jahren am Massachusetts Institute of Technology (MIT) entwickelten Idee, aus dem 1990 die „MIT $100K Entrepreneurship Competition“ entstanden ist. In Deutschland wurden 1995 der Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg (unter Mithilfe von Günter Faltin, dem Autor von Kopf schlägt Kapital: Die ganz andere Art, ein Unternehmen zu gründen Von der Lust, ein Entrepreneur zu sein und Wir sind das Kapital. Erkenne den Entrepreneur in Dir. Aufbruch in eine intelligentere Ökonomie) und der Münchener Business Plan Wettbewerb (MBPW) ins Leben gerufen. (Quelle: Wikipedia) Das Gründer-Portal fuer-gruender.de identifizierte im Jahr 2015 insgesamt 145 Businessplan- und Gründerwettbewerbe, bei denen ein Preisgeld von insgesamt 2,9 Mio. Euro vergeben wurde. Besonders hohe Einzelpreisgelder werden mit Beträgen von 30.000 – 50.000 € bei Gründerwettbewerben vergeben. Gründerwettbewerbe legen ihren Fokus eher auf die Auszeichnung bereits gegründeter und am Markt tätiger Unternehmen bzw. Start-Ups, während Businessplan-Wettbewerbe sich eher an Gründer in der Ideen- und Vorgründungsphase richtet. Bei vielen Businessplan-Wettbewerben ist eine Teilnahme nur maximal 12-24 Monate nach der Gründung möglich. Tip: Mit Gründung ist hier nicht immer die Eintragung im Handelsregister gemeint. Wenn ein Unternehmen älter ist, aber noch nicht operativ tätig war, weil z.B. die notwendige Finanzierung noch fehlte, dann ist die Teilnahme häufig doch möglich. Einfach nachfragen! Als „Anfänger“ sollte man sich zunächst an regionalen (und wenn es passt an branchenspezifischen) Wettbewerben beiteiligen. Das Angebot an regionalen Wettbewerben ist deutlich größer als an bundesweiten Wettbewerben. Im regionalen Kontext ist der Mehrwert durch die Betreuung und das Netzwerk oft größer. Die folgenden Übersichten zeigen eine Auswahl an bundesweiten und regionalen Businessplan-Wettbewerben. Übersicht...
Preisverleihung des Science2Start-Ideenwettbewerbs

Preisverleihung des Science2Start-Ideenwettbewerbs

Der Science2Start-Ideenwettbewerb richtet sich an Wissenschaftler/innen mit einer Gründungsidee aus den Life Sciences aus der BioRegion STERN. Anders als bei Businessplan-Wettbewerben kann man hier mit einer kurzen Ideenskizze teilnehmen, ein fertiger Businessplan ist noch nicht erforderlich. Drei Teams wurden mit insgesamt 4.500 Euro für ihre Ideen prämiert. „Beim achten Science2Start-Ideen-Wettbewerb setzten sich drei gänzlich unterschiedliche Forschungsprojekte durch: Ein intelligentes Pflaster zur Analyse von Augenbewegungen belegte den ersten Platz, die fermentative Produktion einer Aminosäure wurde auf den zweiten Platz gewählt. Den dritten Platz belegte eine Plattformtechnologie für Impfstoffe. Die Gewinner erhielten Preisgelder in Höhe von insgesamt 4.500 Euro, die erneut VOELKER & Partner Rechtsanwälte Steuerberater Wirtschaftsprüfer als Sponsoren ausgelobt hatten. Die Gewinner des Science2Start-Wettbewerbs 2016: Platz für das „EOG Patch“ von Dr. Holger Hengel und Felix Bernhard, Universitätsklinik Tübingen, Dr. Friedemann Bunjes, Hertie-Institut für klinische Hirnforschung Tübingen, und Kalpana Rani, ESB European School of Business Reutlingen Augen sind wie ein diagnostisches Fenster zum Gehirn. Neurodegenerative Erkrankungen, z. B. Morbus Alzheimer oder Morbus Parkinson, lassen sich durch Beobachtung von Augenbewegungen möglicherweise frühzeitig erkennen. Das Forscherteam entwickelt ein intelligentes Pflaster, das im Gesicht aufgeklebt wird und Augenbewegungen über einen längeren Zeitraum aufzeichnet. Die Daten, die das „EOG Patch“ liefert, werden mit Hilfe der Datenbank an der Neurologischen Universitätsklinik Tübingen, einem der größten Zentren für neurodegenerative Erkrankungen in Deutschland, analysiert. 2. Platz für die fermentative Produktion von D-Phenylglycin von Dr. Yvonne Mast, Universität Tübingen, Interfakultäres Institut für Mikrobiologie und Infektionsmedizin D-Phenylglycin ist eine Aminosäure, die unter anderem ein wichtiger Bestandteil von Antibiotika sowie von Aromastoffen und Kosmetikprodukten ist. Ihre industrielle Herstellung ist bislang aufwändig, die eingesetzten Chemikalien, z. B. Lösungsmittel, sind sehr umweltschädlich....
Science4Life Venture Cup Gewinner 2016 ausgezeichnet

Science4Life Venture Cup Gewinner 2016 ausgezeichnet

Der Science4Life Venture Cup ist der bedeutenste Businessplan-Wettbewerb in Deutschland für Gründer aus den Life Sciences. Die Abschlussprämierung fand am 11.07.2016 in der Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank in Gegenwart der Schirmherren, dem Hessischen Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir und Prof. Dr. Jochen Maas, Geschäftsführer Forschung und Entwicklung der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, statt. Insgesamt wurden Preisgelder in Höhe von 56.000 Euro an die besten 10 Teilnehmer-Teams vergeben. „128 Gründerteams aus ganz Deutschland, Österreich und Luxemburg nahmen am Science4Life Venture Cup 2016 teil. Die 58 eingereichten Businesspläne spiegeln eine hohe Vielfalt an Innovationen wider. Auffallend reich an Ideen waren Gründer aus den Bereichen Medizintechnik, Biotechnologie, Pharmazie, Chemie und Green- und Clean-Tech. Die Gewinner des Science4Life Venture Cup 2016 sind: 1. Preis, dotiert mit 25.000 Euro: NanoWired (Darmstadt) 2. Preis, dotiert mit 10.000 Euro: PreOmics GmbH (Martinsried) 3. Preis, dotiert mit 5.000 Euro: CYPRUMED GmbH (Obsteig/Österreich) 4. Preis, dotiert mit 3.000 Euro: Oculyze (Wildau) 4. Preis, dotiert mit 3.000 Euro: SpinDiag GmbH (Freiburg) Teams der Plätze 6 bis 10, dotiert mit jeweils 2.000 Euro: (In alphabetischer Reihenfolge) Ad-O-Lytics (Ulm) Braingineering Technologies (Esch-sur-Alzette/Luxemburg) feelSpace GmbH (Osnabrück) pd2m GmbH (Darmstadt) watttron GmbH (Dresden) Rückenwind für alle angehenden Unternehmer gibt es ab dem 1. September 2016 mit der neuen Runde des Science4Life Venture Cup. Detaillierte Informationen stehen unter www.science4life.de zur Verfügung. Dort, sowie auf der Science4Life-Facebook-Seite und auf YouTube, finden sich auch Informationen zu den prämierten Gewinnern.“ Zur vollständigen Pressemitteilung. Quelle: Science4Life Related posts: Businessplan-Wettbewerb Science4Life Venture Cup 2017 gestartet Science4Life e.V. prämiert Gewinner der Konzeptphase des Businessplanwettbewerbs 2015 Science4Life macht Gründen leicht – Ab sofort startet der bundesweite Businessplan-Wettbewerb Innovationsakademie Biotechnologie...
Email-Marketing: 9 Mail-Typen für Biotech-Unternehmen

Email-Marketing: 9 Mail-Typen für Biotech-Unternehmen

Auch wenn es gemeinhin verpönt ist, Email-Marketing ist immer noch ein effektiver Weg zur Kundengewinnung und Kundenbindung – auch für Biotechnologie-Unternehmen. Das bedeutet allerdings nicht, dass man seine Kunden mit sinnlosen Mails bombardieren sollte! Im Folgenden werde ich einige Typen von Emails vorstellen, mit denen sich Kunden direkt ansprechen lassen, ohne dass man gleich als Spammer gebrandmarkt wird. Voraussetzung für ein effizientes Email-Marketing ist natürlich, dass man (legal) an Emailadressen von Kunden heran kommt. Möglichkeiten dazu bestehen zum Beispiel über Messen, Newsletter oder den eigenen Blog.   Willkommens-Mail Geeignet zum Beispiel für Neuanmeldungen bei Ihrem Newsletter, Blog oder den Kunden-Bereich Ihrer Webseite. Hier empfiehlt es sich, nicht zu viel Information einzubinden, sondern eher auf ein attraktives Design zu achten. Vielleicht überraschen Sie den Neuankömmling auch mit einem „Goodie“, zum Beispiel mit einem Rabatt, einer kostenlosen Kurzversion Ihres letzten Buches, oder oder, oder… Support-Angebot für Käufer Sollten Sie bereits Produkte verkaufen, bietet es sich an, dem Käufer kurz nach dem Erwerb eine Mitteilung vom Support zukommen zu lassen, dass man für Fragen gerne für ihn da ist. Ein solcher Ansatz macht in unserer Servicewüste sicherlich einen positiven Eindruck. Dies lohnt sich allerdings nur, wenn danach auch die versprochene Service-Qualität durch ausreichend Personal bedient werden kann. Anleitungen und Hilfestellungen für Kunden Wenn es das Produkt zulässt, kann eine Email nach dem Kauf noch weitere Informationen zum Produkt beinhalten. Anleitungen oder Tipps&Tricks machen sich gut als schön gestaltetes PDF/E-Book. Dabei besteht auch die Möglichkeit,  auf Ihren Support und ggf. vorhandenen Diskussionsgruppen oder Foren hinzuweisen, die Sie zur Unterstützung Ihrer Kunden pflegen.  Der klassische Newsletter Wenn Sie regelmäßig Informationen zu Ihrem Unternehmen veröffentlichen,...
Bill & Melinda Gates Stiftung investiert in CureVac zur Entwicklung innovativer Impfstoffe

Bill & Melinda Gates Stiftung investiert in CureVac zur Entwicklung innovativer Impfstoffe

Die Bill & Melinda Gates Stiftung und Dietmar Hopp (dievini Hopp BioTech Holding) investieren insgesamt 67 Millionen Euro in die CureVac GmbH. Hopp könnte sich nun mittelfristig einen Börsengang des Unternehmens vorstellen: „Bislang gab es in Deutschland wenig Biotech-Börsengänge. Der Name Gates hat aber auch in Deutschland einen guten Klang, und es könnte sein, dass wir mit CureVac am Ende vielleicht, trotz der hiesigen Zurückhaltung, den Börsengang in Deutschland wagen“, sagte der SAP-Gründer zu Capital (Heft 4/2015) (Vorab im Stern zu lesen) Hier die Pressemitteilung der CureVac GmbH zum Investment der Bill & Melinda Gates Stiftung: „Die amerikanische Bill & Melinda Gates Stiftung und das deutsche biopharmazeutische Unternehmen CureVac gaben am 05.03.2015 bekannt, dass die Stiftung 46 Millionen Euro (52 Millionen US-Dollar) in CureVac investiert. CureVac ist weltweit führend im Bereich der medizinisch angewandten Messenger-RNA (mRNA). Auf Basis dieses Moleküls entwickelt CureVac vollkommen neue Ansätze zur Behandlung von Krankheiten und zum Schutz vor Infektionskrankheiten. Die Bill & Melinda Gates Stiftung wird zusätzlich zur Eigenkapitalbeteiligung an CureVac verschiedene Programme des Unternehmens zur Entwicklung von Impfstoffen finanzieren. Neben der Stiftung beteiligt sich auch CureVacs langjähriger Investor dievini Hopp BioTech holding mit weiteren 21 Millionen Euro (24 Millionen US-Dollar) an dieser Kapitalerhöhung. CureVac verwendet natürliche mRNA in chemisch unmodifizierter Form als Informationsträger für die Bauanleitung von Proteinen. Auf diese Weise wird der Körper in die Lage versetzt, seine eigene maßgeschneiderte Medizin gegen eine Vielzahl unterschiedlicher Krankheiten herzustellen. Medikamente auf Basis von mRNA können schnell und kostengünstig produziert werden. Sie müssen außerdem bei Lagerung und Transport nicht gekühlt werden, woraus gerade für den Einsatz in Entwicklungsländern große Vorteile resultieren. Mit ihrer Investition stärkt...
Nach Hopp, Strüngmann und Maschmeyer jetzt auch auch Otto: Neuer Investor in der Biotech-Szene

Nach Hopp, Strüngmann und Maschmeyer jetzt auch auch Otto: Neuer Investor in der Biotech-Szene

In der deutschen Biotechnologie-Branche waren Dietmar Hopp und die Brüder Strüngmann besonders aktiv, wenn es um private Investitionen in Biotech-Start-Ups ging. Seit 2010 tritt auch Carsten Maschmeyer, ehemaliger AWD-Chef, als Biotech-Investor auf. Mit Michael Otto, Ausichtsratsvorsitzender der Otto Group, ist nun ein weiterer privater Investor in der deutschen Biotech-Szene aktiv. Hier die Pressemitteilung des High-Tech Gründerfonds zur Beteiligung Ottos an der Immunservice GmbH: „Die Immunservice GmbH hat eine neue Finanzierungsrunde (Serie C) abgeschlossen, die die Entwicklung der biologischen Immuntherapieverfahren der Immunservice GmbH langfristig sicherstellt. Neben den bisherigen Gesellschaftern Helmut Ponath, Hubertus-Wald-Stiftung, High-Tech-Gründerfonds (HTGF) und Hartwig Huland hat sich auch Dr. Michael Otto, Unternehmer und Aufsichtsratsvorsitzender der Otto Group, an der erfolgreichen Finanzierungsrunde beteiligt.   „Über die persönliche Unterstützung von Dr. Michael Otto ist das Immunservice Team hocherfreut. Wir haben großes Vertrauen und tiefes Verständnis für unsere Produkte und innovativen Therapievorhaben erleben dürfen, die wir dank des großen finanziellen Engagements nun sehr effizient fortführen und umsetzen werden. Dies ist ein wichtiger Tag für den Erfolg unserer Firma, aber besonders auch ein großer Fortschritt für betroffene Patienten“,  kommentieren die Geschäftsführung der Immunservice GmbH, Prof. Dr. Dr. Edith Huland (CEO) und Conny Cloppenburg (CFO). Die Immunservice GmbH entwickelt biologische Arzneimittel, die das körpereigene Immunsystem aktivieren, Krebs- und Virusinfektionen zu eliminieren. Eine Schlüsselfunktion in dieser Immunabwehr hat Interleukin-2, ein Immunhormon das im Körper natürlicherweise vorkommt und lebensnotwendig ist. Immunservice stellt für die Arzneimittelentwicklung Interleukin-2 in innovativer Form für Spezialanwendungen her. Interleukin-2 ermöglicht, gezeigt durch Studien an Patienten, die Heilung schwerster Erkrankungen und ist deshalb Basis der immunologischen Arzneimittelentwicklungen von Immunservice. „Immunservice hat Arzneimittelprodukte in Entwicklung, die auf breitem wissenschaftlichem Fundament stehen, mit der...