Preisverleihung des Science2Start-Ideenwettbewerbs

Preisverleihung des Science2Start-Ideenwettbewerbs

Der Science2Start-Ideenwettbewerb richtet sich an Wissenschaftler/innen mit einer Gründungsidee aus den Life Sciences aus der BioRegion STERN. Anders als bei Businessplan-Wettbewerben kann man hier mit einer kurzen Ideenskizze teilnehmen, ein fertiger Businessplan ist noch nicht erforderlich. Drei Teams wurden mit insgesamt 4.500 Euro für ihre Ideen prämiert.

„Beim achten Science2Start-Ideen-Wettbewerb setzten sich drei gänzlich unterschiedliche Forschungsprojekte durch: Ein intelligentes Pflaster zur Analyse von Augenbewegungen belegte den ersten Platz, die fermentative Produktion einer Aminosäure wurde auf den zweiten Platz gewählt. Den dritten Platz belegte eine Plattformtechnologie für Impfstoffe. Die Gewinner erhielten Preisgelder in Höhe von insgesamt 4.500 Euro, die erneut VOELKER & Partner Rechtsanwälte Steuerberater Wirtschaftsprüfer als Sponsoren ausgelobt hatten.

Die Gewinner des Science2Start-Wettbewerbs 2016:

  1. Platz für das „EOG Patch“ von Dr. Holger Hengel und Felix Bernhard, Universitätsklinik Tübingen, Dr. Friedemann Bunjes, Hertie-Institut für klinische Hirnforschung Tübingen, und Kalpana Rani, ESB European School of Business Reutlingen Augen sind wie ein diagnostisches Fenster zum Gehirn. Neurodegenerative Erkrankungen, z. B. Morbus Alzheimer oder Morbus Parkinson, lassen sich durch Beobachtung von Augenbewegungen möglicherweise frühzeitig erkennen.

Das Forscherteam entwickelt ein intelligentes Pflaster, das im Gesicht aufgeklebt wird und Augenbewegungen über einen längeren Zeitraum aufzeichnet. Die Daten, die das „EOG Patch“ liefert, werden mit Hilfe der Datenbank an der Neurologischen Universitätsklinik Tübingen, einem der größten Zentren für neurodegenerative Erkrankungen in Deutschland, analysiert.

2. Platz für die fermentative Produktion von D-Phenylglycin von Dr. Yvonne Mast, Universität Tübingen, Interfakultäres Institut für Mikrobiologie und Infektionsmedizin D-Phenylglycin ist eine Aminosäure, die unter anderem ein wichtiger Bestandteil von Antibiotika sowie von Aromastoffen und Kosmetikprodukten ist. Ihre industrielle Herstellung ist bislang aufwändig, die eingesetzten Chemikalien, z. B. Lösungsmittel, sind sehr umweltschädlich. Die Wissenschaftlerin hat nun einen Weg gefunden, um die Bausteine in einem nachhaltigen fermentativen Syntheseprozess herzustellen: Bei der so genannten Biokatalyse werden die Substanzen von Mikroorganismen produziert.

3. Platz für den „Immune Modulating Orf Virus -IMOrf“von Melanie Mueller, Dr. Alena Reguzova, Ferdinand Salomon, Dr. Thomas Feger, Dr. Hanns-Joachim Rziha und Dr. Ralf Amann von der Universität Tübingen, Interfakultäres Institut für Zellbiologie, Abteilung Immunologie Auf Basis des Orf Virusvektors (ORFV) werden rekombinante, also gentechnisch veränderte Impfstoffe hergestellt. Das Forscherteam entwickelt eine Plattformtechnologie, die das ORFV als Immunmodulator verwendet, um das Immunsystem gezielt zu beeinflussen. Diese können zur Prävention gegen Infektionskrankheiten, aber auch als therapeutische Tumorimpfstoffe sowie zur Behandlung von Autoimmunkrankheiten eingesetzt werden. Die innovative Technologie macht es möglich, Ort und Art der eingeleiteten Immunantwort zu bestimmen.“

Zur vollständigen Pressemitteilung.

Quelle: BioRegio STERN Management GmbH

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Biochemikerin, Business Coach, Gründungscoach und vieles mehr. Bietet mit KBK Concept Coaching & Consulting für Gründer und Ideen- und Innovations-Workshops für alle aus der Life Science-Branche. Bloggt auf Biotechster und IdeenTuner. Große Leidenschaft: Neue Ideen und ihre Verwirklichung.

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