Corporate Accelerator: Merck und Bayer unterstützen eHealth-StartUps

Corporate Accelerator: Merck und Bayer unterstützen eHealth-StartUps

Unternehmen lösen mit einem Corporate Accelerator gleich zwei Probleme: StartUps bekommen Kapital und Unterstützung, um ihre Projekte voranzutreiben, die Unternehmen selbst bleiben technologisch am Puls der Zeit. Nachdem Bayer Healthcare mit dem CoLaborator im Juli 2014 als eines der ersten Unternehmen einen Corporate Accelerator im Life Science Bereich eingerichtet hat, hat mit Grants4Apps auch ein eigenes Programm für eHealth-StartUps. Das Pharmaunternehmen Merck hat nun ebenfalls einen eigenen Corporate Accelerator eingerichtet. Auch hier ist eHealth eines der Schwerpunkte unterstützter Unternehmen. eHealth: Was sich hinter dem neuen Trend verbirgt eHealth umfasst ein weites Feld in der Gesundheitswirtschaft. Je nach Definition gehören Robotor, Assisted Living Systeme und Anwendungen aus dem IKT-Bereich dazu. Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) definiert eHealth folgendermaßen: „Unter E-Health fasst man Anwendungen zusammen, die für die Behandlung und Betreuung von Patientinnen und Patienten die Möglichkeiten nutzen, die moderne Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) bieten. E-Health ist ein Oberbegriff für ein breites Spektrum von IKT-gestützten Anwendungen, wie z.B. Anwendungen der Telemedizin, in denen Informationen elektronisch verarbeitet, über sichere Datenverbindungen ausgetauscht und Behandlungs- und Betreuungsprozesse von Patientinnen und Patienten unterstützt werden können.“ Dass eHealth sich zu einem aussichtsreichen Segment entwickelt hat, sieht man nicht zuletzt an der Anzahl verkaufter Wearables -wie Fitnesstracker und SmartWatches- und eHealth-Apps. In Deutschland wurden 2014 3,6 Mio. Wearables verkauft, dies entspricht einem Zuwachs von 614,5% gegenüber 2013. Europaweit prognostiziert PricewaterhouseCoopers ein jährliches Wachstum von 25% für einen Zeitraum von 2015 bis 2018. [eMarketers] Ausgehend von diesen Wachstumsraten ist dieser eHealth-Bereich außerordnetlich attraktiv. eHealth-Apps, die Gesundheit und Wohlbefinden durch eine gesunde Lebensführung verbessern sollen, machen ca. 97% der aktuell verfügbaren Apps aus, therpieunterstützende Apps für Patienten spielen mit 3% dagegen...
Corporate Accelerator: Chance für die Biotechnologie oder das Ende der Freiheit?

Corporate Accelerator: Chance für die Biotechnologie oder das Ende der Freiheit?

In Zeiten, in denen für Gründer die Finanzierung auch mit Unterstützung des Hightech Gründerfonds nicht wesentlich leichter geworden ist, werden dringend alternative Finanzierungsmöglichkeiten zum klassischen Venture Capital benötigt. Corporate Venture Fonds, insbesondere von großen Pharma-Konzernen, existieren schon seit einigen Jahren, jetzt folgt auch die Biotechnologie-Branche dem neuen Trend der Corporate Incubators oder Accelerators, wie sie im IT-Bereich bereits zahlreich zu finden sind. Große Chance für die Biotechnologie oder das Ende der Freiheit? Inkubator? Accelerator ? Teilweise nennen die Anbieter ihr Modell Inkubator, teilweise Accelerator. Prinzipiell verbirgt sich etwas sehr Ähnliches dahinter. Man kann es in etwa so unterscheiden: Ein Inkubator ist eine Einrichtung, die Gründer schon in der Vorgründungsphase unterstützt, z.B. mit Räumlichkeiten, Finanzierung, Coaching. Ein Accelerator bietet oft dieselbe Unterstützung –für einen definierten Zeitraum-, richtet sich aber eher an Start-Ups, deren Entwicklung dadurch beschleunigt werden soll. Die Unterschiede sind also minimal. Wie funktionieren Corporate Accelerators? Beispiele für unternehmenseigene Acceleratoren und Inkubatoren gibt es bereits seit einigen Jahren in der ITK- und Medien-Branche. Sie funktionieren alle nach einem ähnlichen Prinzip: Ein Gründerteam bewirbt sich mit seiner Idee für ein Accelerator-Programm. Die Programme laufen 2-3 Mal pro Jahr für einen Zeitraum von 3 Monaten. Wer sich erfolgreich beworben hat, kann in diesen drei Monaten auf Unterstützung in Form von Finanzierung, Räumen, Coachings, Workshops und Zugang zum Netzwerk des Unternehmens bekommen. Jeder Accelerator hat natürlich eigene Kriterien für die Aufnahme und eine eigene Zielsetzung. Der Telekom-Accelerator sucht natürlich eher Start-Ups aus der Telekommunikationsbranche und möchte Start-Ups gern anschließend mit der Telekom verknüpfen, während der ProSiebenSat1-Accelerator eher im Medien-Bereich unterwegs ist. Die großen und bekannten Acceleratoren/Inkubatoren in Deutschland sind derzeit: Allianz Accelerator...