Alternative Finanzierung mit Crowdlending: Zencap

Alternative Finanzierung mit Crowdlending: Zencap

Mit einer Crowdlending-Plattform bietet der Onlinemarktplatz Zencap für kleine und mittelständische Unternehmen online Kreditfinanzierungen. Kreditsuchende Unternehmer werden mit passenden Investoren zur Finanzierung von z.B. Projekten oder Laborgeräten vermittelt. Das Biotechnologie-Unternehmen Accelero Bioanalytics finanzierte mit Crowdlending über Zencap eine neue Laboreinrichtung. Crowdlending: Wie funktioniert’s? Ähnlich wie bekannte Crowdfunding-Plattformen, über die Investoren sich mit einer stillen Beteiligung am Unternehmenserfolg beteiligen, bietet Zencap auf seiner Plattform Kreditprojekte an. Wie bei einem klassischen Kredit zahlt der Unternehmer den Betrag in monatlichen Raten und zu einem festgesetzten Zinssatz an die Investoren zurück. Der Zinssatz hängt dabei –wie bei einer Bank- von der Bonität des Unternehmens und der gewünschten Laufzeit ab. Zusätzlich werden an Zencap zu zahlende Gebühren je nach Laufzeit des Kredits fällig. Investoren erhalten eine festgelegte Rendite für ihr investiertes Kapital in Form von monatlichen Rückzahlungen. Für sie wird ebenfalls eine Service-Gebühr fällig, die an Zencap zu zahlen ist. Crowdlending: Für wen passt’s? Crowdlending bietet sich für alle Unternehmen an, die klar umrissene Projekte und Investitionen mit Krediten finanzieren möchten, aber auf zu große Hürden bei ihrer Hausbank treffen. Es kann sich hierbei durchaus auch um Projekte handeln, die für die Hausbank gar nicht kreditwürdig sind, oder nur ein geringes Volumen haben, z.B. eine neuer Messestand oder ein ganzer Messeauftritt zur Vermarktung eines neuen Produktes. Zur Unternehmensfinanzierung, insbesondere im Biotech-Bereich, ist Crowdlending eher nicht geeignet. Für ganz junge Unternehmen, also auch für Start-Ups, eignet sich Crowdlending zunächst noch nicht. Zencap vermittelt Kredite lediglich an Unternehmen, die mindestens zwei Jahre alt sind und in den letzten zwei Jahren jeweils einen durchschnittlichen Umsatz von 100.000 € aufweisen können. Außerdem sollte das Unternehmen keine rückläufige Geschäftsentwicklung...
Die Biotech-Crowdfunding-Story geht weiter

Die Biotech-Crowdfunding-Story geht weiter

Crowdfunding wird immer attraktiver für Biotechnologie-Unternehmen, um die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen zu finanzieren. Nach dem erfolgreichen Crowdfunding des Biotechnologie-Unternehmens Riboxx sind nun zwei weitere Biotechs kurz vor Abschluss ihres Fundings: Metabolomic Discoveries GmbH und NeuroProof GmbH. NeuroProof GmbH Das Biotechnologie-Unternehmen NeuroProof GmbH, das 2007 als Spin-Off der Universität Rostock gegründet wurde, hat im September 2014 auf der Crowdfunding-Plattform Deutsche Mikroinvest eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. NeuroProof hat bereits Mikroarray-Chips entwickelt, die mit Neuronen besiedelt werden. Die zu testenden Substanzen werden hinzugefügt und die Reaktion der Neuronen als Art Fingerabdruck ausgelesen. Dieser Fingerabdruck wird anschließend ausgewertet, um daraus Rückschlüsse auf das Wirkprofil des jeweiligen Wirkstoffs zu ziehen. Auf diese Weise wird Zeit bei der Entwicklung eingespart und Tierversuche können vermieden werden. NeuroProof möchte mit Hilfe des Crowdfundings insgesamt 3 Millionen Euro für die Entwicklung weiterer Zellchips zur Testung von neuen ZNS-Medikamenten und zur Weiterentwicklung der unternehmenseigenen Screening- und Auswerteverfahren einsammeln. Das Crowdfunding endet Ende Februar 2015. Investoren können Beträge ab 250 € investieren. Metabolomic Discoveries GmbH Die 2009 gegründete Metabolomic Discoveries GmbH aus Potsdam startete im Februar 2015 über die Crowdfunding-Plattform indiegogo eine Crowdfunding-Kampagne. Metabolomic Discoveries möchte mit dem Projekt „Kenkodo“ das individuelle Metabolom analysieren und den Zusammenhang zwischen Stoffwechsel und körperlichem Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit herstellen. Per Diagnostik-Kit werden Blutwerte eingesandt und mit weiteren Informationen über die jeweiligen Lebensgewohnheiten per App vervollständigt. Anschließend werden die Ergebnisse zur Verfügung gestellt und mit anderen Kenkodo-Nutzern verglichen. Auf diese Weise soll jeder Nutzer Informationen über seine Lebensweise und Leistungsfähigkeit bekommen und diese ggf. optimieren können. Derzeit existieren Pilot-Studien zu Kenkodo, welche laut Angaben des Unternehmens sehr vielversprechend verlaufen sind. Im Rahmen der Crowdfunding-Kampagne...
Biotech-Crowdfunding – Riboxx zeigt wie’s geht

Biotech-Crowdfunding – Riboxx zeigt wie’s geht

Zahlreiche Crowdfunding-Plattformen bieten die Finanzierung innovativer Geschäftsideen oder Projekte durch die Crowd an. Selten sieht man hier Unternehmen aus dem Life Science Bereich. Mit OvulaRing schloss 2014 das erste medizintechnische Unternehmen bei Seedmatch das Crowfunding mit einer Finanzierung über 300.000 € erfolgreich ab. Kurz darauf folgte mit Riboxx das erste Biotech-Unternehmen, das am 12.01.2015 ein Funding über insgesamt 1 Mio. € abschließen konnte. Ist Riboxx Vorbild für andere Biotech-Unternehmen oder die glänzende Ausnahme? Crowdfunding über 100.000 € möglich Wer sich bereits mit Crowdfunding ein wenig auseinander gesetzt hat, wird sich sicherlich wundern, dass Riboxx insgesamt 1 Mio. € durch Crowdfunding einsammeln konnte. Bisher lag die Grenze offiziell bei 100.000 €, erweiterbar auf 200.000 €. Der Grund hierfür ist, dass in Deutschland die sogenannte Prospektpflicht für Crowdfundings von über 100.000 € gilt. wie das auch für den öffentlichen Handel mit Wertpapieren der Fall ist. Um eben nicht prospektpflichtig zu werden, galt bei Crowdfunding-Plattformen wie Seedmatch, Innovestment, Startnext oder Companisto bisher das Limit von 100.000 €, eine Summe, die Crowdfunding für Biotech-Unternehmen vollkommen unattraktiv gemacht hat. Die Crowdfunding-Plattform Seedmatch, über die das erste Biotech-Crowdfunding lief, hat im November 2012 den Beteiligungsvertrag für Crowd-Investoren derart verändert, so dass seitdem Fundings von 1 Mio. € oder mehr möglich sind. Dies ist möglich, da es sich um ein equity-based Crowdfunding handelt, das in Deutschland üblicherweise Crowdinvesting genannt wird, und wodurch partiarische Nachrangdarlehen der Investoren an die Unternehmen vergeben werden. Die Investoren sind damit nicht direkt am Unternehmen beteiligt, sie besitzen also keine Unternehmensanteile, partizipieren aber am Erfolg des Unternehmens. Aktuell besteht für diese Art von Investment keine Prospektpflicht in Deutschland, was sich aber mit...